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Turniere

2003
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Ergebnisse

Alle Ergebnisse und Tabellen
der Bayerischen Klerusmeisterschaften 2003
in Zolling im Erzbistum München-Freising

 

Zum 10. Mal fanden in der Woche nach den Pfingstferien die Bayerischen Klerusmeisterschaften im Fußball statt. Gewinner des Turniers in Zolling im Erzbistum München-Freising wurde die Mannschaft von Missio München vor dem Bistum Passau. Das Bistum Regensburg erreichte Platz drei, auf Platz vier kam das Erzbistum Bamberg. Wie in jedem Jahr versuchen die Priester mit ihrem Wettbewerb ein Projekt von Missio zu unterstützen. Die Veranstaltung erlöste für das Zentrum für Straßenkinder 1.800 Euro.

Einen unerwartenden Ausgang nahm die Gruppenauslosung am Sonntag Abend. Roland Kusche aus dem Bistum Regensburg, der die Klerusmeisterschaften vor zehn Jahren ins Leben rief, loste in die Gruppe B die favorisierten Mannschaften aus Passau und München-Freising und dazu noch das Team von Missio München. Damit war klar, dass einer der Favoriten bereits nach der Vorrunde auf der Strecke bleiben würde.

Die Gruppe A bildeten die Teams aus Eichstätt, Augsburg, Regensburg und Bamberg. Das Bistum Würzburg musste im letzten Augenblick aufgrund Spielermangels absagen.

37 Grad zeigte das Thermometer, als am Montag Mittag die Gruppenspiele begannen. Domvikar Christoph Uttenreuther, der für das Erzbistum Bamberg antrat, bezeichnete in diesem Zusammenhang seine Teilnahme am Turnier als "persönliche Buße". Geprägt waren die Meisterschaften von einem fairen Miteinander. So reiste das Bistum Augsburg beispielsweise mit zu wenigen Spielern an, die Mannschaft wurde aber mit Leihspielern aus anderen Bistümern aufgefüllt.

In der Gruppe A kamen die Bistümer aus Regensburg und Bamberg in die Vorschlussrunde. Entscheidend für das Weiterkommen war der Bamberger eins zu null Sieg gegen Eichstätt, und das zwei zu null von Regensburg gegen das gleiche Team. Ohne Niederlage blieb Augsburg nur der undankbare dritte Platz. Das Bistum Eichstätt wurde Vierter.

In der Gruppe B hatte sich der Veranstalter aus dem Erzbistum München-Freising einiges vorgenommen. Aber gleich im ersten Spiel fanden die Mannen von Teamkapitän Herbert Jagdhuber in Missio München mit null zu zwei ihren Meister. Nachdem das Spiel gegen Passau auch noch mit null zu drei verloren ging, war klar, dass es in dieser Gruppe nur zum letzten Platz reichen würde. Missio München trennte sich von Passau zwei zu zwei.

Da das Bistum Würzburg nicht angetreten war, belegte Eichstätt Platz sieben. Im Spiel um Platz fünf musste das Elfmeterschießen zwischen Augsburg und München-Freising entscheiden. Das bessere Ende hatte der Veranstalter am Ende für sich.

Im ersten Halbfinale standen sich der haushohe Favorit aus Passau und das Erzbistum Bamberg gegenüber. Nachdem die Franken durch ein Eigentor mit eins zu null in Führung gingen und bis zur Halbzeit - gespielt wurde in allen Partien zweimal zehn Minuten - ein eins zu eins halten konnten, witterten die Zuschauer eine Überraschung. Aber die Hitze forderte von den Bambergern, die keine regelmäßigen Spiele austragen, ihren Tribut und so behielten die Passauer mit drei zu eins die Oberhand.

Im zweiten Halbfinale traf Regensburg auf Missio München. Nachdem es nach zwanzig Minuten torlos null zu null stand, musste wieder das Elfmeterschießen entscheiden. Missio München erwies sich als nervenstark und zog mit einem drei zu eins in das Finale ein.

Im Spiel um Platz drei ging es nicht nur um die Fussballer-, sondern auch um die "Verwandtschaftsehre". Sind doch der Bamberger Coach Helmut Kormann und der Regensburger Roland Kusche Schwager. Nach dem eins zu drei, ebenfalls im Elfmeterschießen, war Helmut Kormann durchaus eine leichte Verzweiflung anzumerken, da ihn diese Niederlage sicher wieder bis zum Turnier im nächsten Jahr verfolgen wird.

Spannenden Fußball bekamen die Zuschauer dann im Finale geboten, in dem sich wie im letzen Jahr in Memmelsdorf Passau und Missio München gegenüberstanden. Nachdem auch hier in der regulären Spielzeit kein Tor fiel, mussten beide Mannschaften in ein Elfmeterschießen, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Als Missio München zwei und Passau nur einen Elfmeter verschossen hatten, hatten es die Mannen aus der Drei-Flüsse-Stadt mit ihrem fünften Schützen in der Hand, alles klar zu machen. Der nagelte den Ball allerdings an das Lattenkreuz. Die Entscheidung fiel dann beim siebten Schützen. Der Passauer Spieler hielt dem Druck nicht stand und vergab. Missio München gewann mit diesem Sieg die Meisterschaften verdient zum ersten Mal.

 

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